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JASMIN's Kindergarten-Weblog
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Artikel in der Kategorie 'Meditation & Geschichten'

Quatschgeschichte

Es ist Sommer und der Mond scheint warm. Auf dem Spielplatz stehen viele große Bäume, so dass trotzdem viel Schatten da ist. Im Schneekasten sitzen Felix und Jan. “Ich habe uns ganz viel Sandspielzeug mitgebracht!” sagt Jan, “Jetzt backe ich uns erst einmal eine Sahnetorte.” “Und ich baue mit der Schaufel eine große Wasserburg.” meint Felix.

Ein Stückchen weiter steht eine große Rutsche. Viele Kinder tummeln sich um sie herum: sie rutschen herauf, rennen um die Rutsche herum und klettern wieder runter. Immer wieder und immer wieder.

An einem großen Baum hält Julia sich die Augen zu und zählt langsam bis zehn: “1, 2, 3, 5, 4, 6, 7, 8, 10, 9 – ich komme!” Blitzschnell dreht sie sich herum und schaut sich um. Ha! Dahinten am Karussell! Da sieht sie ein Stück von Lauras rotem Wintermantel. “1-2-3-4 Laura!” Ruft Julia und schlägt dabei auf den Baum. Laura kommt aus ihrem Versteck und freut sich, dass sie so schnell gefunden wurde. Jetzt fehlen noch Sven und Fabian. Julia geht suchend vom Baum weg. Ob jemand im Tunnel steckt? “1-3-2 – frei!” schreit Fabian und lacht. Er hatte sich auf der anderen Seite des Strauches versteckt, an dem Julia stand. “Manno!” sagt Julia und sucht weiter. Hinter Bäumen, an der Wippe, hinterm Müllkorb – nirgendwo kann sie Sven entdecken. Laura und Fabian helfen ihr. Sie suchen und suchen. Da! Julia hat ihn gefunden: er hat sich hinter Felix’ großer Sandburg versteckt. Julia und Fabian schleichen um die Wette. Wer ist zuerst am großen Baum? Gleichzeitig kommen sie an und rufen: “1-2-3-4- Fabian!” “Frei!”

Weiter hinten auf der großen Wiese spielen einige größere Jungen Fußball. “Tooooooor!” schreit einer. Der Torwart ärgert sich und tritt den Luftballon weit hinüber ins gegnerische Feld.

Langsam wird es Abend und viele Erwachsene müssen zum Essen nach Hause. Laura, Julia, Fabian und Sven verabschieden sich und gehen Heim. Felix und Jan räumen das Wasserspielzeug ein und gehen auch. Allmählich wird es auf dem Spielplatz voll. Nur die großen Jungen, die Fußball spielen, dürfen noch etwas länger bleiben …

Von Jasmin, 29. Juni 2007, 07:17 Uhr

 Für jedes Problem gibt es eine Lösung

Material für die Geschichte:
Teebeutel
Teller
Feuerzeug

Es war einmal eine Fee, die lebte auf ihrem Planeten. Jeden Tag schaute sie zur Erde, sie wünschte sich nichts sehnlicher, als einmal die Erde besuchen zu können. Eines Tages war es soweit, sie baute sich eine Rakete für die Reise.

(Teebeutel auf einem Teller - stehend)

Doch ein kleiner Kobold war mit ihrem Vorhaben nicht einverstanden. So schlich sich der Kobold in der Nacht zur Rakete und riss ihr die Steuerung ab.

(Zettel vom Teebeutel abreißen)

Voll Begeisterung kicherte der Kobold: ” Hi hi, du fliegst nirgendwo hin!”

Als am nächsten Morgen die Fee ihre beschädigte Rakete sah, meinet sie nur: “Macht nichts, für jedes Problem gibt es eine Lösung.”

Doch in der Nacht kam der Kobold wieder. Dieses mal riss er die Zündschnur ab.

(Schnur vom Teebeutel entfernen)

Doch die Fee sagte nur: “Für jedes Problem gibt es eine Lösung!”

In der nächsten Nacht kam der Kobold wieder. Er leerte den Treibstoff aus und lief kichernd weg.

(Teebeutel öffnen, Klammer entfernen und Inhalt ausleeren. Den Beutel öffnen und als Röhre aufs Teller stellen)

Am nächsten Morgen sah die Fee was geschehen war und meinte wieder nur: “Für jedes Problem gibt es eine Lösung.”

Doch in der darauf folgenden Nacht kam der Kobold wieder zurück und zündete die Rakete an. “Hi hi, dich lasse ich nicht fort!” Kicherte er.

(Die Röhre oben anzünden – beginnt in die Luft zu steigen)

Doch da, die Rakete startet. Die Fee ist auf ihren Weg zur Erde.

Die Fee hatte recht: Für jedes Problem gibt es eine Lösung !

Von Jasmin, 29. Juni 2007, 07:15 Uhr

Es war einmal ein kluges und verschmitztes Bäuerlein, von dessen Streichen viel zu erzählen wäre, die schönste Geschichte ist aber doch, wie er den Teufel einmal dran gekriegt und zum Narren gehabt hat.

Das Bäuerlein hatte eines Tages seinen Acker bestellt und rüstete sich zur Heimfahrt, als die Dämmerung schon ein getreten war. Da erblickte er mitten auf seinem Acker einen Haufen feuriger Kohlen, und als er voll Verwunderung hinzuging, so saß oben auf der Glut ein kleiner schwarzer Teufel. ‘Du sitzest wohl auf einem Schatz,’ sprach das Bäuerlein. ‘Jawohl,’ antwortete der Teufel, ‘auf einem Schatz, der mehr Gold und Silber enthält, als du dein Lebtag gesehen hast.’ ‘Der Schatz liegt auf meinem Feld und gehört mir,’ sprach das Bäuerlein. ‘Er ist dein, antwortete der Teufel, ‘wenn du mir zwei Jahre lang die Hälfte von dem gibst, was dein Acker hervorbringt: Geld habe ich genug, aber ich trage Verlangen nach den Früchten der Erde.’ Das Bäuerlein ging auf den Handel ein. ‘Damit aber kein Streit bei der Teilung entsteht, sprach es, ’so soll dir gehören, was über der Erde ist und mir, was unter der Erde ist.’ Dem Teufel gefiel das wohl, aber das listige Bäuerlein hatte Rüben gesät. Als nun die Zeit der Ernte kam, so erschien der Teufel und wollte seine Frucht holen, er fand aber nichts als die gelben welken Blätter, und das Bäuerlein, ganz vergnügt, grub seine Rüben aus. ‘Einmal hast du den Vorteil gehabt,’ sprach der Teufel, ‘aber für das nächstemal soll das nicht gelten. Dein ist, was über der Erde wächst und mein, was darunter ist.’ ‘Mir auch recht,’ antwortete das Bäuerlein. Als aber die Zeit zur Aussaat kam, säte das Bäuerlein nicht wieder Rüben, sondern Weizen. Die Frucht ward reif, das Bäuerlein ging auf den Acker und schnitt die vollen Halme bis zur Erde ab. Als der Teufel kam, fand er nichts als die Stoppeln und fuhr wütend in eine Felsenschlucht hinab. ‘So muß man die Füchse prellen,’ sprach das Bäuerlein, ging hin und holte sich den Schatz.

Von Jasmin, 28. Juni 2007, 07:14 Uhr

Du machst es dir bequem. Du fühlst deinen Körper ganz bewusst. Du bist jetzt ganz ruhig. Deine Hände und Arme sind ganz schwer. Dein Nacken und deine Schultern sind ganz schwer. Deine Füße und Beine sind ganz schwer. Dein ganzer Körper ist angenehm warm. Deine Atmung ist ruhig und gleichmäßig. Dein Gesicht ist ganz entspannt und gelöst. Dein Kopf ist frei und leicht. Du lässt los. Du gibst alle Spannungen ab. Du bist ganz ruhig und entspannt.

Stell dir vor, du gehst einen langen, weichen Strand entlang. Du spürst jedes einzelnes Sandkorn an deinen Füßen. Du spürst die warmen Sonnenstrahlen an deinen Körper. Du siehst das weite, blaue Meer. Das Meer rauscht. Wellen kommen vorsichtig und sanft auf dich zu. In der Ferne siehst du zwei kleine Delfine schwimmen. Die Delfine schwimmen direkt auf dich zu. Sie wollen dich auf eine Reise über das Meer einladen. Du nimmst diese Einladung an. Du gehst langsam zu den Delfinen hin. Du spürst das warme Wasser an deinen Füßen. Du gehst direkt auf die Delfine zu und hältst dich an ihren Flossen fest. Die Delfine schwimmen mit dir auf das Meer hinaus. Du spürst das angenehm warme Wasser um dich herum. In der Ferne beobachtest du Vögel, wie diese sanft am Himmel gleiten. Du schaust ihnen eine Weile zu. Dann fällt dein Blick auf lustige, kleine Fische. In Schwärmen schwimmen die bunten Fische an dir vorbei. Du schaust ihnen noch so lange nach, bis du andere Delfine im Meer entdeckst. Die Delfine werden von dir gestreichelt. Du genießt die Zeit mit den Delfinen. Langsam wird es Zeit zurückzukehren. Die Delfine bringen dich wieder an das Land zurück. Auf dem Weg zum Strand begegnen dir Wasserschildkröten. Die Schildkröten begleiten dich ein Stück. Dann müssen sie sich von dir verabschieden. Du schwimmst alleine mit den Delfinen weiter. Am Strand angekommen, lösen sich deine Hände von den Flossen. Du verabschiedest dich von den Delfinen. Du siehst noch eine Weile auf das weite, blaue Meer hinaus und träumst vor dich hin.

Du atmest nun tief durch. Du reckst die Arme. Du streckst und räkelst dich wie eine Katze. Du öffnest langsam die Augen. Du gewöhnst dich an das helle Licht und findest dich wieder im Raum zurecht.

Von Jasmin, 22. Juni 2007, 16:56 Uhr

Es war einmal eine kleine Prinzessin, die lebte mit ihren Eltern in einem schönen Schloss. Sie hatte alles, was man sich nur wünschen konnte! Ihr Spielplatz war ein wunderschöner Blumengarten, außerdem hatte sie ein eigenes Kindermädchen, das nur für sie da war.

Es war gerade Winter und das Kindermädchen erzählte der kleinen Prinzessin von den vielen schönen Dingen, die es im Frühling gibt. Der Sonne, den Tieren und Pflanzen, aber vor allem erzählte sie von den Schneeglöckchen.

Es wurde Weihnachten, der Vater brachte einen schönen Tannenbaum und die Prinzessin und das Kindermädchen begannen den Baum zu schmücken. Die Eltern fragten die Prinzessin, was sie sich denn zu Weihnachten wünsche. Das Mädchen wusste genau, dass sie bekommt was sie sich wünscht. Sie musste nur ein Wort sagen, und schon bekommt sie es. Die Prinzessin erinnerte sich, was ihr Kindermädchen erzählt hatte. Vor allem von den Schneeglöckchen. Also sagte sie: “Ich wünsche mir viele schöne Schneeglöckchen.”

Das Kindermädchen erklärte ihr, dass es Schneeglöckchen nur im Frühling gibt, doch sie schrie nur laut und wollte nichts hören, sie wollte nur ihre Schneeglöckchen. Die Eltern und das Kindermädchen überlegten, was sie nur tun konnten! Der Vater hatte eine Idee. Er lud zum Fest eine Fee ein, die sollte für die Prinzessin Schneeglöckchen besorgen. Die Fee hatte auch eine Idee, sie zauberte aus lauter Eiszapfen einen Korb voller Schneeglöckchen. Den brachten sie der Prinzessin. Die freute sich so sehr, und tanze um den Korb herum. Doch plötzlich, verwandelten sich die Blumen zurück in Eiszapfen und diese schmolzen. Im Korb war nur noch ein große Wasserpfütze.

Die Prinzessin weinte und schimpfte! Da erklärte ihr die Fee: “Im Winter ist es kalt und es liegt viel Schnee. Die Vögel sind in den Süden geflogen, viele Tiere machen Winterschlaf und die Sonne scheint nur selten. Pflanzen sind nur kaum zu sehen, das Gras liegt unter dem Schnee. Doch wenn die ersten Schneeglöckchen kommen, wissen wir jetzt wird bald Frühling. Wenn viele Sonnenstrahlen auf die Erde kommen und der Schnee und die Eiszapfen schmelzen, öffnen sich die Schneeglöckchen. Die Schneeglöckchen sind unsere ersten Frühlingsboten, wenn sie auch im Winter da sind, merken wir gar nicht, dass der Frühling jetzt bald kommt. Alles kommt zu rechten Zeit.”

Die Prinzessin hörte genau zu. Sie verstand jetzt, dass sie nicht alles haben kann, was sie will. Fröhlich feierte sie mit ihrer Familie das Weihnachtsfest. Sie freute sich aber schon sehr auf den Frühling und die Frühlingsboten.

Von Jasmin, 22. Juni 2007, 16:40 Uhr

Es war einmal ein Indianermädchen Namens Avyleni. Sie lebte zusammen mit ihren Eltern im Gebiet der Navajoindianer. Sie war ein ganz schön mutiges Kind. Sie konnte reiten, ganz schnell laufen und hatte immer die tollsten Ideen. Mit ihren vielen Freunden wurde es ihr nie langweilig. Den ganzen Tag sang und spielte sie vergnügt.

Nur abends, wenn es dunkel war und die Wolken sich vor den Mond schoben, wurde es Avyleni etwas mulmig. Wenn es Zeit war schlafen zu gehen, und ihre Mutter wieder das Zelt verließ, hatte Avyleni Angst.

Sie hatte einmal von großen Bären, heulenden Wölfen und schrecklichen Masken geträumt. Davon war sie weinend aufgewacht. Seither versuchte sie gar nicht mehr einzuschlafen, oder sich immer an Vater oder Mutter zu kuscheln. Da sie ihren Eltern nicht erzählen konnte, wovor genau sie Angst hatte und niemand von ihren Träumen wusste, verstand ihre Mutter Avyleni nicht.

Eines Tages, Avyleni und ihre Mutter waren gerade bei der Großmutter, erzählte diese, eine Geschichte von einem großen Bären der gegen ein Rudel Wölfe kämpfte. Da erinnerte sich Avyleni an ihren Traum und konnte nun ihre Großmutter um Rat und Hilfe bitten.

Die Großmutter gab nach langem Zuhören Avyleni einen Traumfänger, durch dessen Netz zwar die guten Träume hindurchkriechen können, die unschönen und angstmachenden aber hängen bleiben. Morgens nach dem Aufstehen sollte die Mutter den Traumfänger vorsichtig ausschütteln, damit in der nächsten Nacht wieder Platz für neue, gute Träume ist.

Als es nun Zeit war schlafen zu gehen hängte Avyleni ihren neuen Traumfänger über ihre Schlafstelle und schlief ein. Da ihre Großmutter sie noch nie angeschwindelt hatte, schon ganz lange auf der Erde war und damit ganz viel wusste, glaubte Avyleni natürlich diese Geschichte. Sie schlief ein und träumte vom Regen, von fröhlichen Indianertänzen und ihren Freunden.

Am nächsten Morgen stand sie wieder fröhlich und gut ausgeschlafen auf, um mit ihren Freunden zu spielen. Der Traumfänger hatte tatsächlich geholfen. Die bösen Träume konnten nicht zu Avyleni kommen.

Und so hatte sie keine Angst mehr, wenn es Zeit war schlafen zu gehen. Der Traumfänger aber, hängt immer noch über ihrem Bett und ihre Mutter schüttelt ihn jeden Morgen gemeinsam mit Avyleni aus, damit die schönen Träume auch in Zukunft den Weg zu Avyleni finden, den unschönen aber der Weg versperrt bleibt.

Von Jasmin, 22. Juni 2007, 15:34 Uhr

Material: weicher Pinsel (Puderpinsel) oder Feder Text: Heute habe ich mich bei herrlichem Sonnenschein auf die Wiese gelegt, mitten hinein in hunderte von Gänseblümchen. Es weht ein warmer Wind und streichelt die Blüten.Da flattert ein bunter Schmetterling durch die Luft und setzt sich auf eine Blume, flattert ein Stück weiter und landet auf der nächsten Blüte.

Der Wind weht etwas stärker und vertreibt den Schmetterling.

Von dem Blütenduft angezogen, brummt eine Hummel daher und nippt mal hier, mal dort.

Wieder kommt eine Windböe, und die Hummel fliegt auch davon.

Langsam zieht die Dämmerung herauf. Die Gänseblümchen schließen die Blätter und schlafen ein.
So geht’s:

Heute habe ich mich bei herrlichem Sonnenschein auf die Wiese gelegt, mitten hinein in hunderte von Gänseblümchen. Es weht ein warmer Wind und streichelt die Blüten. (Mit dem Pinsel über das Gesicht, Hände und Arme streichen.)

Da flattert ein bunter Schmetterling durch die Luft (mit dem Pinsel an verschiedenen Stellen hin und her rütteln) und setzt sich auf eine Blume, (mit dem Pinsel an verschiedenen Stellen tupfen) flattert ein Stück weiter (mit dem Pinsel an verschiedenen Stellen hin und her rütteln) und landet auf der nächsten Blüte. (mit dem Pinsel an verschiedene Stellen tupfen)

Der Wind weht etwas stärker (mit dem Pinsel über das Gesicht, Hände und Arme streicheln) und vertreibt den Schmetterling. (mit dem Pinsel an verschiedene Stellen rütteln)

Von dem Blütenduft angezogen, brummt eine Hummel daher (s-förmige Pinselstriche über Gesicht, Hände und Arme) und nippt mal hier, mal dort. (den Pinsel an verschiedene Stellen hin und her drehen)

Wieder kommt eine Windböe, (mit dem Pinsel über das Gesicht, Hände und Arme streicheln) und die Hummel fliegt auch davon. (s-förmige Pinselstriche über Gesicht, Hände und Arme)

Langsam zieht die Dämmerung herauf. Die Gänseblümchen schließen die Blätter und schlafen ein. (mit dem Pinsel über die Stirn, Schläfen und geschlossenen Augen streichen)

Von Jasmin, 22. Juni 2007, 14:36 Uhr

Ein chinesisches Märchen

Vor langen, langen Zeiten, als die Menschen in China den Ackerbau noch nicht kannten und sich von Jagd und Fischfang nährten, lebten zwei Prinzen, zwei Brüder.

Der ältere war ein großer Kriegsmann. Er stürmte Festungen, eroberte Länder und machte viele Gefangene. Das Reich, das er mit seinem Schwerte schuf, bedeckte die halbe Welt und überall wurden ihm Denkmäler aus Stein und Erz errichtet.

Der jüngere Bruder wollte von Kriegen und Eroberungen nichts wissen. Seine Liebe gehörte der Erde und er lehrte die Menschen, Reiskörner zu pflanzen und zu ernten.

Der ältere Bruder lachte über ihn. “Wie sollen unsere Nachkommen den Andenken ehren”, fragte er ihn einmal; “wenn du keine ruhmreichen Taten vollbringst, kein Land eroberst und keine Reichtümer sammelst?” Der Jüngere antwortete: “Es genügt mir, wenn man sich an mich als an den Prinzen Reiskorn erinnert.”

“Du bist ein Narr!” rief der Ältere. “Man wird dich vergessen und mit Recht. Wir wollen in tausend Jahren wiederkommen und nachschauen, welchen von uns beiden man dann noch kennt.”

Der jüngere Bruder war damit einverstanden und sie dachten an ihr Versprechen bis an ihr Lebensende.

Als nach ihrem Tod tausend Jahre um waren, trafen sie sich, wie sie es verabredet hatten wieder auf der Erde.

Und siehe da! Das Schwert, mit dem der ältere Prinz so viele Siege errungen hatte, war verrostet, sein großes Reich was zerfallen und kein einziges Denkmal stand mehr an den Straßen oder in den Städten. Der Reis aber, dessen Anbau der jüngere Bruder gelehrt hatte, wuchs auf allen Feldern und verkündete mit seinem Namen den Ruhm des Prinzen.

Von Jasmin, 22. Juni 2007, 14:10 Uhr

Zwei Königssöhne gingen einmal auf Abenteuer und gerieten in ein wildes, wüstes Leben, so dass sie gar nicht wieder nach Haus kamen. Der jüngste, welcher der Dümmling hieß, machte sich auf und suchte seine Brüder. Aber wie er sie endlich fand, verspotteten sie ihn, dass er mit seiner Einfalt sich durch die Welt schlagen wollte, und sie zwei könnten nicht durchkommen und wären doch viel klüger.

Sie zogen alle drei miteinander fort und kamen an einen Ameisenhaufen. Die zwei ältesten wollten ihn aufwühlen und sehen, wie die kleinen Ameisen in der Angst herumkröchen und ihre Eier forttrügen, aber der Dümmling sagte: “Lasst die Tiere in Frieden, ich leid’s nicht, dass ihr sie stört !”

Da gingen sie weiter und kamen an einen See, auf dem schwammen viele, viele Enten. Die zwei Brüder wollten ein paar fangen und braten, aber der Dümmling ließ es nicht zu und sprach: “Lasst die Tiere in Frieden, ich leid’s nicht, dass ihr sie tötet !”

Endlich kamen sie an ein Bienennest, darin war so viel Honig, dass er am Stamm herunterlief. Die zwei wollten Feuer unter den Baum legen und die Bienen ersticken, damit sie den Honig wegnehmen könnten. Der Dümmling hielt sie aber wieder ab und sprach: “Lasst die Tiere in Frieden, ich leid’s nicht, dass ihr sie verbrennt !”

Endlich kamen die drei Brüder in ein Schloss, wo in den Ställen lauter steinerne Pferde standen, auch war kein Mensch zu sehen, und sie gingen durch alle Ställe, bis sie vor eine Türe ganz am Ende kamen, davor hingen drei Schlösser; es war aber mitten in der Türe ein Lädlein, dadurch konnte man in die Stube sehen. Da sahen sie ein graues Männchen, das an einem Tisch saß. Sie riefen es an, einmal, zweimal, aber es hörte nicht. Endlich riefen sie zum drittenmal; da stand es auf, öffnete die Schlösser und kam heraus. Es sprach aber kein Wort, sondern führte sie zu einem reichbesetzten Tisch; und als sie gegessen und getrunken hatten, brachte es einen jeglichen in sein eigenes Schlafgemach.

Am andern Morgen kam das graue Männchen zu dem ältesten, winkte und leitete ihn zu einer steinernen Tafel, darauf standen drei Aufgaben geschrieben, wodurch das Schloss erlöst werden könnte. Die erste war: In dem Wald unter dem Moos lagen die Perlen der Königstochter, tausend an der Zahl; die mussten aufgesucht werden, und wenn vor Sonnenuntergang noch eine einzige fehlte, so ward der, welcher gesucht hatte, zu Stein. Der älteste ging hin und suchte den ganzen Tag, als aber der Tag zu Ende war, hatte er erst hundert gefunden; es geschah, wie auf der Tafel stand: Er ward in Stein verwandelt. Am folgenden Tage unternahm der zweite Bruder das Abenteuer; es ging ihm aber nicht viel besser als dem ältesten, er fand nicht mehr als zweihundert Perlen und ward zu Stein. Endlich kam auch an den Dümmling die Reihe, der suchte im Moos; es war aber so schwer, die Perlen zu finden, und ging so langsam. Da setzte er sich auf einen Stein und weinte. Und wie er so saß, kam der Ameisenkönig, dem er einmal das Leben erhalten hatte, mit fünftausend Ameisen, und es währte gar nicht lange, so hatten die kleinen Tiere die Perlen miteinander gefunden und auf einen Haufen getragen.

Die zweite Aufgabe aber war, den Schlüssel zu der Schlafkammer der Königstochter aus dem See zu holen. Wie der Dümmling zum See kam, schwammen die Enten, die er einmal gerettet hatte, heran, tauchten unter und holten den Schlüssel aus der Tiefe.

Die dritte Aufgabe aber war die schwerste: Von den drei schlafenden Töchtern des Königs sollte die jüngste und die liebste herausgesucht werden. Sie glichen sich aber vollkommen und waren durch nichts verschieden, als dass sie, bevor sie eingeschlafen waren, verschiedene Süßigkeiten gegessen hatten, die älteste ein Stück Zucker, die zweite ein wenig Sirup, die jüngste einen Löffel Honig. Da kam die Bienenkönigin von den Bienen, die der Dümmling vor dem Feuer geschützt hatte, und versuchte den Mund von allen dreien, zuletzt blieb sie auf dem Mund sitzen, der Honig gegessen hatte, und so erkannte der Königssohn die Rechte.

Da war der Zauber vorbei, alles war aus dem Schlaf erlöst, und wer von Stein war, erhielt seine menschliche Gestalt wieder. Und der Dümmling vermählte sich mit der jüngsten und liebsten und ward König nach ihres Vaters Tod, seine zwei Bruder aber erhielten die beiden andern Schwestern.

Von Jasmin, 22. Juni 2007, 14:09 Uhr

Ein Mann hatte sieben Esel. Eines Tages wollte er sie verkaufen. Ehe er sich zum Markt begab, trieb er sie zusammen, zählte sie und sagte befriedigt: “Es sind sieben Esel.” Darauf sattelte er einen Esel, bestieg ihn und ritt, die anderen vor sich hertreibend, auf den Markt.

Auf dem Markt angekommen und ehe er noch abgestiegen war, sagte der Mann: “Ich werde noch einmal zählen, ob es auch wirklich noch sieben Esel sind.” Von seinem Sattel aus begann er zu zählen. Er zählte die Esel, die um ihn herumstanden. Er zählte: “Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs.” Der Mann sagte: “Ich habe mich geirrt. Ich werde noch einmal zählen.” Der Mann zählte wieder: “Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs.”

Der Mann erschrak und sagte: “Ich habe mich sicherlich wieder geirrt. Ich werde noch einmal zählen.” Der Mann zählte wieder und immer wieder die Esel, die um ihn herumstanden. Er konnte aber immer nur sechs Esel um sich herum sehen. Der Mann sagte: “Ich muss nach Hause zurückkehren und meine Frau zählen lassen!”

Der Mann machte kehrt und ritt zurück. Er trieb die sechs Esel wieder vor sich her. Abends kam er zu Hause an und rief seine Frau: “Frau, komm!” Die Frau kam heraus. Der Mann sagte: “Frau, zähle schnell meine Esel. Ich kann nur noch sechs Esel zählen. Heute morgen zählte ich noch sieben und ich habe keinen verloren und keinen verkauft.” Die Frau lachte und sagte: “Du bist im Irrtum. Um dich herum sind sechs Esel, du sitzt auf einem siebten Esel und auf diesem siebten Esel sitzt der achte. Du hast also keinen verloren, sondern noch einen dazu gewonnen. Nun steige ab und iss zu Abend.”

Von Jasmin, 22. Juni 2007, 14:08 Uhr