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JASMIN's Kindergarten-Weblog
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Artikel in der Kategorie 'Meditation & Geschichten'

Bei den Gummibärchen
Geschichte für Kinder

Es gab einmal eine Gummibärchenfamilie, die Mama war rot, der Papi war gelb und die kleine Laura war farblos.
Darüber war sie sehr traurig, denn sie wünschte sich doch so sehr, dass sie auch so rot wie ihre Mami werden würde. Aber dafür musste sie erst eine schwere Prüfung bestehen. Sie musste ganz alleine in den Wald gehen und dort aus einer gruseligen Höhle die rote Farbe holen.
Doch ihre Eltern wollten sie nicht gehen lassen denn Laura war noch nicht alt genug. Doch heute hatte sie ihren 12. Geburtstag. Und da sie sich nichts sehnlichster wünschte als endlich rot zu werden erlaubten ihre Eltern ihr, dass sie alleine in den Wald gehen durfte.
Also machte sich Laura auf den Weg, hinein in den finsteren Wald, auf den Weg zur dunklen Höhle. Es war ihr ein wenig unheimlich, so alleine im finsteren Wald, doch sie dachte nur an die Farbe und ging immer tiefer in den Wald hinein. Sie begegnete vielen Tieren, Mäusen, Bibern und Schmetterlingen, die dort lebten. Endlich stand sie vor der Höhle. Und tatsächlich stand da ein kleiner Eimer mit roter Farbe. Also ging sie klopfenden Herzens in die dunkle Höhle. Plötzlich flog ihr eine Fledermaus entgegen und Laura erschreckte sich fürchterlich. Aber dann dachte sie nur noch an die rote Farbe, nahm den Eimer und rannte so schnell sie konnte aus der Höhle hinaus. Völlig außer Atem stand sie dann vor der Höhle, überglücklich, dass sie endlich so rot werden konnte wie ihre Mutter. Ihr war zwar auch auf dem Heimweg noch ein bisschen unheimlich zumute, doch als sie endlich aus dem Wald hinaus kam und sie ihre Mami und ihren Papi wieder in die Arme nehmen konnte war sie der glücklichste rote Gummibär auf der ganzen Welt.

Von Jasmin, 18. Februar 2008, 17:58 Uhr

Phantasiereise: Das Wasser - der blaue Planet

Beschreibung:

Eine neue Geschichte, eine neue Reise beginnt.
Ich hoffe, du hast einen bequemen Platz zum Zuhören. Stell dir vor, du sitzt auf deinem
Lichstrahl im Weltraum und schaust von dort sicher und neugierig auf unsere Erde.
Die Erde ist abgekühlt. Festes Land entsteht. Du kannst dir das Land braun oder schwarz
vorstellen. Wolken ziehen darüber und fallen als Regen auf die Erde. Das Wasser
sammelt sich und bald bedeckt es fast die ganze Erde.
So entstehen Meere und Ozeane.
Bald siehst du mehr Wasser als Land. Das Wasser strahlt blau in der Sonne. Die Erde ist
ein blauer Strom geworden. Auf deinem Lichtstrahl näherst du dich nun der Erde. Du
landest direkt neben einer kleinen Quelle. Sie sprudelt frisches klares Wasser heraus.
Magst du einen Schluck probieren? Dann schöpfe es mit der Hand.
Das Wasser tropft durch deine Finger. Ein Tropfen bleibt an der Hand hängen und er wird
lang und länger. Das Licht spiegelt sich in dem Wassertropfen. Vielleicht kannst du dich
selbst in ihm sehen. Dann fällt der Tropfen herunter und vereint sich mit dem Wasser der
Quelle. Es rinnt hinab und bildet einen kleinen Bach.
Der Bach wird größer und größer. Hörst du ihn? Schöpfe noch einmal mit beiden Händen
Wasser und erfrische dein Gesicht.
Erschreckt dich die Kühle des Wassers, oder ist es angenehm warm? Du machst deine
Erfahrungen.
Jetzt folge dem Bach weiter. Er wird zum Strom. Er wird breiter und breiter und fließt ins
Meer hinaus. Du bleibst am Rand stehen.
Die Wellen rollen am Ufer aus. Mit den Wellen wird eine blaue Muschel angeschwemmt.
Hebe sie auf und nehme sie mit. Sie gehört dir. Noch einmal schaust du über das Meer.
Das Wasser kam auf die Erde und du nimmst sie wahr.
Das Wasser ist kostbar und gut.
Dies war unsere Geschichte. Spüre dich jetzt wieder selbst. Du bist zurück, hier im
Raum. Räkel dich ein wenig durch, die Reise ist zu Ende.

Gestaltung:

Wasserfarbenbild, mit Silberpapier verziert. Finden von Material, das dem Lichtspiel des
Wassers ähnlich ist.

Von Jasmin, 1. Januar 2008, 19:24 Uhr

Phantasiereise: Tag - Luft, die alles füllt
Beschreibung:

Wieder beginnt eine Geschichte, eine neue Phantasiereise. Heute wäre es gut, wenn du
dich auf den Rücken legen könntest. Wenn du willst, kannst du dir auch ein kleines
Kissen unter den Kopf legen.
Stell dir vor, du ruhst im warmen Sand am Meer. Dein Rücken drückt sich gut in den
Boden hinein, sodass du deinen Abdruck sehen kannst, wenn du aufstehst.
Wenn du so ruhig liegst, spürst du sicher auch, wo die Luft um dich herum deine Haut
berührt? Vielleicht spürst du sie an der Backe, an der Stirn, an den Händen oder an
anderen Stellen. Lass dir Zeit zum Fühlen.
Stell dir nun vor, die Luft wird zu einem kleinen Wind. Magst du ihn spüren? Dann halte
deine Hand vor den Mund und blase langsam und mit ein wenig Kraft gegen deine Hand.
Spürst du wie ich ein wenig Kühle?
Jetzt blase ich ein wenig fester. Der Wind wird zum Sturm. Die Luft bekommt mehr Kraft,
vielleicht musst du dich dazu ein wenig anstrengen.
Dann geht dem Wind die Puste aus. Es wird still. Deine Hand liegt wieder neben dir.
Spürst du deinen Atem, wenn du so daliegst? Versuche einmal, dem Atem von der Nase
bis zum Bauch zu folgen. Vielleicht wird dein Atem allmählich ruhiger. Schau ihm zu.
Eben hast du noch die Luft in deiner Hand gespürt, jetzt spüre sie in dir.
Du atmest die Luft, sie ist immer da. Sie ist unsere Kraft und ein kostbares Geschenk.
Stell dir einen Hauch aus deinem Atem vor, fast silbrig und durchsichtig. Nimm ihn als
Erinnerung mit: Er wird dir geschenkt. So siehst und atmest du die Luft, und du nimmst
wahr: Die Luft ist kostbar und gut.
Dies war unsere Geschichte. Spüre dich jetzt selbst. Du bist zurück, hier im Raum. Räkle
dich ein wenig. Die Reise ist zu Ende.

Gestaltung:

Es ist schwierig, die Luft die Atmosphäre in Bildern umzusetzen. Man kann einen
Regenbogen mit Pastellkreide auf schwarzen Karton malen, oder auf weißem Papier mit
Blastechnik (einen dicken Wasserfarbenklecks auf das Blatt geben und dann mit einem
Strohhalm verblasen) einen Regenbogen gestalten.

Von Jasmin, 1. Januar 2008, 19:23 Uhr

Es war zu einer Zeit, da gab es den Nikolaus zwar schon, aber er war noch nicht DER Nikolaus, sondern er hieß einfach Nikolaus. Das war damals ein ganz gebräuchlicher Vorname, wie heute zum Beispiel Klaus, was ja nichts anderes ist, als die Abkürzung von Nikolaus.

Der Nikolaus wanderte eines Tages, es war übrigens der 6. Dezember, vor ganz, ganz vielen Jahren, in einen tief verschneiten Wald. Es war so kalt, dass sich an seinem Bart richtige Eiszapfen bildeten. Der Nikolaus trug einen dicken, warmen, roten Wintermantel, sowie pelzgefütterte Stiefel. Damit seine Ohren nicht kalt wurden, hatte er eine große, rote Mütze übergezogen.

Wie er so mit seinen großen Schritten durch Eis und Schnee stapfte, traf er plötzlich ein kleines, halb erfrorenes Kind, das ganz allein durch den düsteren Schneewald lief und jämmerlich weinte.

„Warum weinst du so?” wollte Nikolaus wissen. Das Kind schluchzte: „Beim Spielen im Wald habe ich meine Freunde verloren und jetzt kann ich den Weg nach Hause nicht mehr finden. Und außerdem habe ich Angst, nach Hause zu gehen!” Das Kind schlug die Augen zu Boden und erst jetzt sah der Nikolaus, dass es nur einen Stiefel an hatte; der andere Fuß war barfuß und schon ganz blau vor Kälte. „Ich habe nämlich meinen anderen Stiefel verloren”, sagte das Kind, „und wenn mein Vater das hört, bekomme ich Schläge. Er kann mir keine neuen Stiefel kaufen, denn wir sind sehr arm!”

„Wie ist das denn passiert, dass du den einen Stiefel verloren hast?” fragte Nikolaus. „Ich hatte mich ja verlaufen und plötzlich war der Weg zu Ende. Vor mir war ein tiefer Graben. Da bekam ich Angst und bin in meiner Not einfach über den Graben gesprungen. Als ich auf der anderen Seite landete, bin ich so tief im Schnee eingesunken, dass der eine Stiefel stecken blieb. Ich konnte nur noch den Fuß herausziehen. Dann habe ich versucht, den Stiefel herauszubekommen, aber er saß zu fest!” Das Kind begann wieder zu weinen.

Dem Nikolaus tat das frierende Kind leid. Er hob es in seine Arme und wickelte es in seinem roten Mantel, so dass nur noch sein Kopf herausschaute. Mit dem Kind in seinen Armen setzte er dann seinen Weg durch den tief verschneiten Wald fort.

Das Kind war so erschöpft, dass es sehr bald einschlief. Nikolaus lächelte und aufmerksam schaute er nach dem Graben aus, von dem das Kind gesprochen hatte.

Als das Kind nach einiger Zeit von Nikolaus geweckt wurde, glaubte es seinen Augen nicht zu trauen. In dem dunklen Wald stand auf einem kleinen Schneehügel eine brennende Kerze und in dem geheimnisvoll flackernden Licht sah das Kind – ja was wohl? – den verlorenen Stiefel!

Nikolaus hatte ihn gefunden und ausgegraben. Aber in dem Stiefel war kein Schnee – den hatte Nikolaus herausgeklopft. Der Stiefel war bis oben hin gefüllt mit Nüssen, Apfelsinen und Lebkuchen, die Nikolaus als Wegzehrung dabei gehabt hatte und die er nun dem hungrigen Kind schenkte. Das Kind war so glücklich und dankbar, dass es den Nikolaus einlud, mit zu sich nach Hause zu kommen.

Das tat der Nikolaus und er kam jedes Jahr wieder; besuchte das arme Kind und brachte ihm jedes Mal einen Stiefel voller Süßigkeiten mit. Als der Nikolaus sah, wie sehr sich das Kind darüber freute, beschloss er, allen Kindern der Erde eine solche Freude zu machen. Seitdem kennt man ihn als DEN Nikolaus und der 6. Dezember ist der Nikolaustag. Und als Erinnerung an die Begegnung mit dem Kind im Wald steckt der Nikolaus seine Geschenke auch heute noch in den Stiefel.

Von Jasmin, 28. November 2007, 16:42 Uhr

Ein Mann entdeckte im Gebüsch seines Gartens eine Schmetterlingspuppe.
Jeden Tag kam er nun erwartungsvoll zu der Stelle, um zu sehen ob sich etwas verändert hätte.
Tatsächlich erwischte er eines Tages genau den Moment, als der Schmetterling anfing,
das enge Gefängnis um sich herum abzustreifen. Mühsam begann er seinen Körper aus der engen
Hülle heraus zu zwängen.
Der Mann bekam Mitleid mit dem kleinen Insekt, das offenbar große Mühe hatte, den Rest des
Kokons abzustreifen und wollte ihm deshalb gerne helfen. Er holte eine kleine Schere, schnitt
die Hülle auf, und flugs krabbelte der Schmetterling endgültig in seine neue Freiheit. Fasziniert und
stolz auf seine gute Tat wartete der Mann nun, was passieren würde. Doch das Tierchen krabbelte
nur langsam und schwerfällig herum, die schlaffen Flügel festgeklebt am viel zu dicken Körper.
Am nächsten Tag fand er es tot am Boden liegen.
Was er in seiner gutgemeinten Ungeduld nicht beachtet hatte, war dass diese schrecklich
anzusehende Plage des Schmetterlings, sich aus der engen Hülle zu befreien, ein notwendiger Schritt war,
um aus dem zu dicken Körper Blut in die Flügel zu pumpen, so dass das Tier fähig sein würde, damit zu fliegen.

Und die Moral der Geschichte?
Anstrengung ist manchmal genau das was wir brauchen. Wenn Gott uns erlauben würde, ohne jedes
Hindernis durchs Leben zu gehen, würden wir nie so stark werden, wie wir es eigentlich sein könnten.

Von Jasmin, 21. Juli 2007, 09:00 Uhr

Es waren einmal zwei Indianer,
die wollten einen Löwen fangen.
Der eine hieß Hoooooooooooooo,
und der andere hieß Huuuuuuuuuuuuu.

Sie machten sich auf den Weg.
Zuerst kamen sie durch das hohe Gras.
Sie schauten nach rechts,
und sie schauten nach links,
aber kein Löwe war da.

Dann gingen sie weiter.
Dann kamen sie über eine Brücke.
Sie schauten nach …

Dann kamen sie an einen großen See.
Sie sprangen hinein,
schwammen durch,
schüttelten sich ab.
Sie schauten nach …

Dann kamen sie durch die Sümpfe.
Sie schauten nach …

Irgendwann wurden sie dann schrecklich müde.
Sie legten sich hin und schliefen ein.

Doch plötzlich machte es … Huuaahh!!
Sie dachten: Was ist das? Ist das ein Löwe?
Und sie rannten los:
Durch die Sümpfe.
Und rannten weiter bis zum großen See,
da sprangen sie hinein, schwammen durch, schüttelten sich ab.
Sie rannten weiter, über die Brücke,
und rannten weiter durch das hohe Gras.
Sie rannten weiter …
Und plötzlich blieben sie stehen.

Sie schauten nach rechts, sie schauten nach links.
Aber kein Löwe war da!
Was für ein Glück,
da konnten sie sich wieder hinlegen und schlafen

Von Jasmin, 30. Juni 2007, 11:51 Uhr

Spielleiter erzählt den Text und die Kinder bewegen sich entsprechend dazu.

“Was haltet ihr davon, wenn wir eine Reise zum Mond machen? Zunächst müssen wir den Astronautenanzug anziehen … Erst schlüpfen wir in das rechte Bein … In das linke Bein hinein … In den rechten Ärmel … In den linken Ärmel … Kommt, wir ziehen den Reißverschluss am Bauch zu …

Nun lasst uns die dicken Mondfahrerstiefel anziehen … Die sind vielleicht riesig … Auch hier zuerst den rechten Stiefel über … Seid ihr mit dem Fuß richtig drin? Dann stampft mal fest auf den Boden, damit der rechte Fuß in den Stiefel hineinrutschen kann … Puh, den einen Fuß hätten wir geschafft … Nun ziehen wir den linken Stiefel an … Den Fuß müssen wir ganz fest in den Stiefel drücken … Das beste wird sein, wenn wir noch einmal fest mit dem Fuß aufstampfen …

Bevor es nun losgeht, müssen wir unsere Rakete volltanken … Pustet kräftig Luft in den Tank hinein … Noch mehr Luft muss in unseren Raketentank … Holt tief Luft und pustet sie dann in den Tank hinein …. Prima und noch einmal … Super! Der Tankdeckel muss jetzt wieder zugeschraubt werden … Zum Schluss müssen wir noch unsere Helme überziehen … Alles startklar? Dann klettert in die Rakete hinein …”

Alle Spieler stellen sich hinter den Spielleiter und halten sich an den Schultern des Vordermannes fest!

“Alle in die Hocke, der Countdown läuft … 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1-0 und los geht der Flug … Wir fliegen ins Weltall … Achtung ein Planet, wir müssen eine scharfe Rechtskurve machen … Schnell duckt euch, ein anderes Raumschiff fliegt über uns hinweg … Da haben wir aber Glück gehabt …

Weiter geht’s … Dort an den Sternen müssen wir links vorbeifliegen … He, was ruckelt denn da … ist die Strecke aber holprig … Schnell die Köpfe einziehen ein Raumschiff kommt uns schon wieder entgegen … Nun nach rechts … Und wieder eine Linkskurve …

Jetzt sind wir in einen kleinen Sturm hineingeflogen … Mir wird ganz schwindelig … Wir fliegen immer im Kreis … Kommt, wir wechseln die Flugrichtung … Schneller, schneller … Hurra, wir sind gelandet!”

Von Jasmin, 30. Juni 2007, 11:50 Uhr

Ein Elefant stampft durch das Land,
Wohin er stampft, das ist bekannt.

Nach Wesel hin zu dem Herrn Schmidt
Mit trägem Elefantenschritt.

Bein Eins, Bein Zwei, Bein Drei, Bein Vier
So stampft das Elefantentier.

Ein Känguru kommt auch dazu
Und fragt: “Nanu, wohin stampfst du?”

Nach Wesel hin zu dem Herrn Schmidt
Und wenn du magst, dann stampf doch mit!”

“Das Stampfen fällt mir ziemlich schwer,
Ich hopse lieber hinterher!”

Das Känguru holt erst viel Schwung
Und hops!
So macht es Sprung um Sprung.

Ein Katzentier steht auch noch hier und möchte mit
Zu dem Herrn Schmidt.

“Ich stampfe nicht, ich hopse nicht, ich geh auf meine Weise,
Ich schleiche ganz, ganz leise.

So leise schleichen alle Katzen
Auf ihren weichen Tatzen.”

Ein Tausendfüßler sagt: “Hallo, ich möchte mit
Zu dem Herrn Schmidt!

Ihr seid so groß und ich bin klein,
Doch werd’ ich nicht der letzte sein.

Ich hab’ zwar kleine
Doch dafür 1000 Beine!”

Mit trippel-trappel-trippel-trab
zischt der Tausendfüßler ab.

Zu vieren geh’n sie auf die Reise,
Jedes Tier auf seine Weise.

Über Feldern kreuz und quer,
Keinem fällt das Laufen schwer.

Über Brücken, Straßen, Wegen,
Nichts ist ihnen ungelegen.

Angekommen beim Herrn Schmidt,
Sieht man gleich, sie sind noch fit.

Sie essen Kuchen, trinken Milch,
Herr Schmidt, der ist ein netter Knilch.

“Dunkel wird’s, wir müssen gehen,
Wir werden uns bald wiedersehen.

Komm demnächst uns mal besuchen,
Dann backen wir den leck’ren Kuchen!”

So stampfen, hopsen, schleichen, kriechen sie sodann
Und kommen bald zu Hause an.

“Auf wiederseh’n ihr lieben Tiere,
Ich bin schon vor meiner Wohnungstüre.”

Alle sind sie jetzt zu Haus’
Und die Geschichte ist nun aus.

Von Jasmin, 30. Juni 2007, 11:50 Uhr

Kennt ihr den Südpol? Da ist es eisig kalt. (Brrr - schlottern) Ein frostiger Wind weht (huuu – heulen) und wo man auch hinguckt: überall Schnee und Eis.

Mittendrin lebt eine Pinguinfamilie. Eine riesengroße Pinguinfamilie. Schaut mal, was die großen Pinguine da hinten machen: sie watscheln Richtung Wasser! (wie Pinguine watscheln: Beine zusammen, Füße gespreizt). Sie springen alle ins Wasser (springen) und (brrr) das Wasser ist eisig kalt. Beim Schwimmen müssen sie schon mal einem dicken Eisbrocken ausweichen (slalom “schwimmen”). Pinguine sind sehr gute Schwimmer. Dafür können sie nicht fliegen. Was glaubt ihr, was sie im Wasser machen? Sie suchen was zu Fressen: kleine Fische. (schwimmen und nach Fischen “grabschen”).


Wenn die Pinguine satt sind, gehen sie wieder an Land zu den anderen. Wenn Pinguine laufen, sieht das ziemlich watschelig aus; manchmal rutschen sie auch aus, weil es ja furchtbar glatt ist (hinfallen). Da – ein Pinguin rutscht so weit, dass er wieder im Wasser landet. Doch – oh weh – pass auf Pinguin! Da kommt was riesiges angeschwommen! Weiß jemand, was das ist? Das ist ein Wal! Und Wale haben Pinguine zum Fressen gerne! Schnell – schwimm wieder zum Land! (schnell schwimmen). Puh – geschafft! Das war knapp. Nun aber schnell zurück zu den anderen.

Die Familie ist froh, dass noch alle da sind, denn, wie ihr gemerkt habt, ist es ganz schön gefährlich, sich was zu Fressen zu suchen.

Von Jasmin, 30. Juni 2007, 11:47 Uhr

Ein Fischer, welcher schon viele Tage hindurch nichts gefangen hatte, machte sich abermals zum See auf, um die Netze auszuwerfen. Er hatte zwar wenig Hoffnung, allein er musste es versuchen, denn Weib und Kinder schrien nach Brot.
Der Fischer warf das Netz ins Wasser, und als er dasselbe herauszog, lag ein Stein darin. Zum zweitenmal zog der Fischer einen ersäuften Eber hervor; dann warf er das dritte mal das Netz hinein, und als er dasselbe herausholte, siehe, da lag in dem Netz ein kleines Kästchen.
Der Fischer nahm das Kästchen heraus und öffnete es. Aber wie erschrak er, als aus dem Kästchen ein Riese herausstieg und zum Fischer sprach: “Dafür, dass du mich ans Tageslicht gebracht hast, empfange deinen Lohn: Ich befehle dir, jetzt selbst in das Kästchen zu steigen, wenn nicht, so bist du des Todes.”
Der Fischer jammerte und sprach: “Aber wie soll ich denn in diesem kleinen Kästchen Platz finden?”
Der Riese wollte dem Fischer zeigen, dass darinnen genug Raum sei, und stieg wieder in das Kästchen. Kaum war der Riese drinnen, so schloss der Fischer schnell das Kästchen und wollte es in den See werfen. Der Riese bat, er solle dieses nicht früher tun, als bis er ihm ein Geheimnis anvertraut habe.
Der Fischer gewährte ihm diese Bitte, und der Riese sprach:
“Ich bin der Geist des Sohnes deines Königs. Mein Vater warf mich in diesen See, weil ich ein großer Sünder gewesen bin, ich hatte nämlich den Menschen nur immer Böses zugefügt, ja viele Rechtschaffene ermordet. Ich sollte nach dem Ausspruch meines Vaters nur dann Ruhe finden, wenn ich gegen jenen, welcher mich auffindet, mich wohltätig erweise, und das will ich denn tun. Höre: Nicht weit von hier findest du einen Teich, in diesen wirf dein Netz, und du wirst jeden Tag einen Fisch fangen. Diesen trage an den königlichen Hof, und du bekommst für jeden solchen Fisch einen Dukaten.”
Wie der Geist gesagt, so ist auch alles geschehen. Der Fischer fand wirklich den Teich, warf sein Netz ins Wasser und fing einen wunderschönen Fisch. Diesen trug er in das Schloss des Königs. Als die Köchin den prächtigen Fisch erblickte, gefiel er ihr sehr, und sie gab dem Fischer den verlangten Dukaten dafür, und sie glaubte dem König heute etwas Besonderes vorzusetzen.
Die Köchin legte den Fisch in die Pfanne und wollte ihn backen, aber kaum war er über dem Feuer, so sprach er: “Solange ihr Gutes tut, so lang wird es euch gut gehen, sobald ihr aber Böses tut, wird’s euch schlimm gehen.” Und hierauf flog er durch den Rauchfang fort.
Als am zweiten Tag der Fischer mit einem ebenso schönen Fisch kam, kaufte die Köchin abermals den Fisch, aber es ereignete sich dasselbe wie mit dem ersten Fisch.
Dieses wurde dem König hinterbracht, und am dritten Tag war er selbst bei der Bereitung des Fisches zugegen, und es geschah dasselbe.
Der König ließ den Fischer holen. Als dieser kam, erzählte er alles vom Anfang bis zum Ende, was er von dem Geist wusste. Der König hatte eine große Freude daran, dass sein Sohn sich gebessert hatte. Den Fischer nahm er mit seiner ganzen Familie ins Schloss und ließ es ihnen an nichts fehlen.

Von Jasmin, 29. Juni 2007, 17:55 Uhr